Universale und nationale Reichsidee. Der politische Diskurs in der deutschen Literatur im Zeitalter Karls V.
Abstract
Um 1500 bildete sich im deutschen Sprachraum unter dem Einfluss des Humanismus und der Entdeckung des germanischen Altertums in den Berichten des Taciuts eine neue Vorstellung von der eigenen nationalen Identität heraus. Diese brachte eine tief greifende Umdeutung der kollektiven historischen Paradigmen mit sich, d.h. die Herauslösung aus der antiken, universalhistorischen Konzeption und die Konstruktion einer eigenen volksgeschichtlichen Tradition durch die humanistische Literatur und Geschichtsschreibung (Trithemius, Wimpfeling, Hutten). Im Brennpunkt der literarischen Debatte stand das römische Kaisertum und dessen Bezug zur deutschen Nation. Mit dem Wechsel der Regierung von Maximilian I. zu Karl V. verstärkten sich - nicht zuletzt unter dem Einfluss der Reformation - die ideologischen und politischen Akzente dieser Debatte, die in der literarischen Publizistik des Ulrich von Hutten kulminierte, der zugleich mit seinen radikalen Positionen eine Reihe kultureller Leitbilder und Denkmuster vorgab, die bis in die nationalpatriotischen Strömungen nachfolgender Epochen hineinwirkten.
Anno di pubblicazione
2010
ISSN
1124-3724
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